Dec 27, 2011
Ich leb' im Einklang mit der Natur
Mit der Natur im Einklang zu leben, hört sich heutzutage ziemlich utopisch an. Ich mach‘ mir in dieser Hinsicht erst gar nichts vor. Aber obwohl ich in einer industrialisierten Welt mit all ihren Vorzügen und Nachteilen lebe, gibt es immer wieder Möglichkeiten, um mich der Natur ein Stück weit zu nähern:

Ich kauf‘ saisonal!
Ich achte darauf, Gemüse und Obst saisonal einzukaufen. Einfach ausgedrückt heißt das: Erdbeeren nur im Sommer, Kraut und Wurzelgemüse im Winter. Das ist erstens kostengünstiger und schont zweitens die Umwelt, weil zu lange Transportwege aus südlich gelegenen Ländern entfallen. Außerdem sind Obst und Gemüse gar nicht für lange Transporte geeignet. Um die Haltbarkeit zu erhöhen, wird deshalb oft unreif geerntet. Die im Regal nachgereifte Ware schmeckt aber einfach nicht gleich wie frisch vom Feld.
Auch wenn ich Produkte aus der Region kaufe, lebe ich näher im Einklang mit der Natur und schone die Umwelt. Bei Bio-Produkten kann ich mir übrigens sicher sein, dass keine synthetischen Düngemittel oder Pestizide eingesetzt werden. Durch eine ökologische Produktionsweise werden Boden, Grundwasser und Tierwelt geschont. Hier geht’s zum Saisonkalender von Alntaura.
Übrigens: Nicht nur bei Lebensmitteln achte ich auf möglichst naturnahe Produkte, auch sonst ist ist mir die Umwelt nicht egal. Das fängt bei der Bürste aus Holz an und endet bei der Baumwoll-Bettdecke.
Ich folg' dem Rhythmus der Jahreszeiten!
Nicht nur meine Essgewohnheiten, sondern auch andere ganz alltägliche Dinge kann ich dem Verlauf der Jahreszeiten anpassen. Das fängt beim Aufstehen an und endet beim Schlafengehen. Ein Beispiel: Generell sollte man zwar immer ungefähr zur selben Zeit ins Bett gehen, aber nach Vorstellung der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) kommt der Mensch im Frühling und Sommer mit weniger Schlaf aus. In allen Monaten außer im Winter wird außerdem empfohlen, bei offenem Fenster zu schlafen.
Ich mach's dem Mond nach!
Die These hinter dem Mondkalender ist, dass der Zyklus des zu- und abnehmenden Mondes Einfluss auf den Menschen hat. Auf welcher Grundlage die heutigen Mondkalender tatsächlich beruhen ist nicht ganz geklärt. Sie könnten auf die Naturbeobachtungen unserer Vorfahren, auf alte Bauernweisheiten oder auf das mittelalterliche Wissen von Astrologie und Medizin zurückgehen. Häufig werden in Mondkalender bei abnehmenden Mond Handlungen vorgenommen, bei denen etwas weggenommen wird, zum Beispiel Haareschneiden. Bei zunehmendem Mond ist es umgekehrt, es wird zum Beispiel empfohlen, Haare oder Pflanzen wachsen zu lassen. Ob ich jetzt an den Mondkalender glaube oder nicht, entscheide ich für mich selbst. Jedenfalls kann er mir in vielerlei Hinsicht Rhythmus und Orientierung bieten.
Ich schaff' mir mein kleines Gartenparadies!
Mein Garten soll möglichst naturnah sein. Denn erstens fühle ich mich dann selbst darin wohl, zweitens siedeln sich auf diese Weise Nützlinge an und Schädlinge haben weniger Chancen. Daher pflanze ich vor allem heimische Arten an und verzichte auf unnötige Chemikalien. Durch den Anbau von heimischem Holz locke ich Vögel an, denn sie nisten sich bevorzugt auf heimischen Bäumen an. Igel und Blindschleichen helfen mir dabei, den Garten von Schnecken freizuhalten. Damit sie sich gerne in meinem Garten ansiedeln, lege ich am besten Ast- oder Steinhaufen an. Eine wilde Blumenwiese bringt nicht nur Farbe und Ursprünglichkeit in meinen Garten – die Blüten dienten Bienen und Schmetterlingen außerdem als Nektar.













